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Gotthard
Mw  8,1 cm
Fest. Mw 59 / 85
   
 


«The Bunker Furigen»

Die Festung Fürigen gilt heute über die Landesgrenzen hinaus als touristischer Geheimtipp. Schwarz auf Weiss steht dies  beispielsweise in «Rick Steves´ Europe Through the Door» ( Europa durch die Hintertüre ), einem amerikanischen Reiseführer, der bald in der 20. Auflage steht. Während von Zürich und Genf ausdrücklich abgeraten wird ( «sehr sterile Städte» ), findet der Autor nur lobende Worte für «The Bunker Furigen». Das Museum biete einen seltenen Einblick in die Schweizerische Wehrbereitschaft. Zum Schutz seiner Bevölkerung hätte das kleine Land 20´000 solcher Festungen in die Flanken der Alpen hineingebaut ! Die Zahl ist jedoch weit übertrieben, weil dabei Panzersperren und Sprengobjekte als Festungen gezählt werden.

Die Festung im Zweiten Weltkrieg

Die Festung Fürigen gehört zu einer Serie von Befestigungswerken, die während des Zweiten Weltkriegs im Raum Nid- und Obwalden gebaut wurden. Mit dem Bezug des Reduits wurde diese Gegend zu einem Schlüsselgelände der Schweizerischen Verteidigungsstrategie. Sie galt als einer der Zugänge zur Helvetischen Alpenfestung. Die Militärstrategen befürchteten insbesondere einen Durchmarsch gegnerischer Truppen von Norden über den Brünigpass ins Berner Oberland, eine speziell heikle Gegend, da dort für den Fall einer kriegsbedingten Evakuation der geheime Regierungssitz geplant war. Es galt daher, das so genannte Engnis von Stansstad besonders gut zu bewachen. Die Aufgabe der Geschütze der Festung Fürigen bestand darin, das sogennte Engnis von Stansstad ( von Hergiswil bis zur Archereggbrücke in Stansstad ) sowie den Übergang über den Renggpass, den Loppergrat, zu bewachen. In diesem Bewachungsauftrag wurde Fürigen  von einer ganzen Reihe anderer Festungen in der Region unterstützt. Kaum ein Berg in dem nicht eine weitere Artilleriefestung verborgen war: im Nordosten beispielsweise die Untere und Obere Nase, Vitznau, Stock und Spitz, im Süden Kilchlidossen, Zingel, Blattiberg, Drachenfluh, Ursprung und Wissiflue, im Westen der Kleine Durren. Nur um die wichtigsten zu erwähnen.

Vom Projekt zum Bau 1941-1942

Der Bau der Festung Fürigen war eine eigentliche Blitzaktion. Die ersten Pläne stammen aus dem Herbst 1940, erarbeitet vom Büro für Befestigungsbauten des Eidgenössischen Militärdepartements( EMD ). Im Januar 1941  schrieb das EMD die Bauten Öffentlich aus, worauf sich vier Parteien, darunter auch die Firma Murer aus Beckenried, bewarben. Murer reichte seine Offerte am 28. Januar ein, und bereits am 3. Februar erhielt er den Zuschlag gegenüber den weiter entfernt domizilierten Konkurrenten. Er hatte für den Rohbau einen Betrag von 411`456.60 Franken veranschlagt. Viel Vorbereitungszeit blieb Murer nicht: Baubeginn war am 3. Februar, am Tag der Auftragsvergabe selbst!  Bereits am 10. Februar musste laut Vertrag der Stollenvortrieb angegangen werden, und Ende Juli 1941 war die Baustelle zu räumen. Der Bauvertrag bestimmte zudem, dass «zur Ausführung dieser Arbeiten entlassene Wehrmänner in angemessenem Verhältnis zu beschäftigen sind, bei Neueinstellungen sind in erster Linie arbeitslose Wehrmänner zu berücksichtigen». Der Untertagebau war Neuland für Murer, doch fand er einigermassen sichere geologische Verhältnisse vor. Hauptstück der Arbeiten war ein über zweihundert Meter langer Stollen, der in den Fuss des Bürgenberges getrieben wurde. Das Ausbruchmaterial wurde teils in den See gekippt, teils als Unterbau für den Stansstader Friedhof benützt, der in einem ehemaligen Sumpfgebiet lag.

1 ) Vermuten Sie in dieser Felswand eine Festung ?


2 ) Ist das ein Salz- oder ein Materialdepot der Gemeindearbeiter?  Nein es ist der Eingang zum Artilleriewerk Fürigen.


3 ) Diese Gedenktafel befindet sich in unmittelbarer Nähe des Einganges zur Festung. Sie durfte erst angebracht werden als die Festung aus der Geheimhaltung entlassen wurde. Späte Ehre für einen Mann der sein Leben für das Vaterland geopfert hat.


4 ) Übersichtsplan der Festung.


5 ) Beobachterscharte beim Maschinengewehr Nr. 1 (Eingang).


6 ) Verbindung mit Sprachrohr vom Beobachter zum Schiessenden des Maschinengewehres Nr. 1.


7 ) Gegenstück des Sprachrohres im Maschinengewehrstand Nr. 1.


8 ) Scharte der Stollenverteidigung für das Leichte Maschinengewehr 1925, später Sturmgewehr 1957.


9 ) Hauptstollen mit Werkleitungen an der Decke.

Die Waffen.

Technisch lässt sich die Festung Fürigen in wenigen Worten beschreiben: 7,5 cm Befestigungskanone, Modell 39. Um diese Artilleriekanone, in zweifacher Ausführung vorhanden, dreht sich die gesamte Anlage. Die beiden Kanonen wurden 1939 entwickelt und besitzen je nach Munitionsart eine Schussdistanz von ca 10,5 km (Stahlgranaten) bis 12 Kilometern (Spitzgranaten). Die Geschütze sind nach Stansstad und Hergiswil ausgerichtet. Die Reichweite umfasst neben Stansstad (1 km) und Hergiswil (2,8 km) auch Alpnachstad (6,5 km) oder das Tomlishorn (8 km). Die Festung mit ihren Kanonen wurde unter anderem geschützt durch drei fest installierte Festungsmaschinengewehre, gerichtet auf die Schiessscharten und den Festungseingang, sowie durch eine Anzahl mobiler Waffen. Ebenfalls als Festungssicherung gedacht waren zwei „Permanente Sprengobjekte“ in der Kehrsitenstrasse, je etwa hundert Meter vor und nach der Festung gelegen. Diese beiden versteckt unter der Strasse eingebauten Sprengladungen konnten bei Bedarf gezündet werden, um den Zugang zur Festung unpassierbar zu machen.

10 ) Die Festungskanonen wurden von sieben bis acht Wehrmännern bedient, einem Geschützchef (der ursprünglich die Befehle von einem Schiesskommandanten im Freien, ab 1960 von der internen Batteriefeuerleitstelle, entgegennahm), einem Richter (der die Kanone gegen das Ziel richtete), einem Innenbeobachter (zur Unterstützung des Richters), einem Lader (der die Kanone lud), einem Verschlusswart (zur Bedienung von Verschluss und Abzug) und bis zu drei Munitionszuträgern. Weil die Schussabgabe Kohlenmonoxid freisetzte, arbeitete das Team jeweils  mit Schutzmasken, mit welchen sie sich am Leitungssystem des Kollektivmaskenschutzes anschliessen konnten. Über dieses Leitungssystem wurde der Bedienungsmannschaft via Maschinenraum, Frischluft oder filtrierte Luft zugeführt.

Die Geschütze konnten  zehn bis fünfzehn Schuss pro Minute abgeben. Während des 2. Weltkrieges wurde mehrfach mit scharfer Munition geübt. Allerdings konkurrenzierten sich damals schon Tourismus und Militär. Während der touristischen Hochsaison fanden keine Schiessübungen statt. Der letzte Kanonenschuss aus der Festung Fürigen fiel bereits 1947. Weil das Zielgebiet der Kanonen, vor allem die Hänge des Pilatus, sowie das Gebiet Fräkmünt, durch Seilbahn und Restaurants touristisch immer intensiver genutzt wurde, stellten die militärischen Verantwortlichen die scharfen  Schiessübungen aus Sicherheitsgründen ein. 


11 ) Der Geschützchef bei der Arbeit.


12 ) Lader und Verschlusswart laden das Geschütz.


13 ) Die 7,5cm Befestigungskanone auf Ständerlafette.


14 ) Tempierer / Munitionszuträger.


15 ) Bereitmachen der angeforderten 7,5 cm Granaten.


16 ) Wirkungskarte der Geschütze.         


17 ) Der Richter beim Einstellen der von der Feuerleitstelle übermittelten Daten.


18 ) Der Innenbeobachter in seiner Nische direkt neben dem Geschützstand. 


19 ) Zum Schutz gegen das beim Schiessen entstehende Kohlenmonoxid, trägt der Festungssoldat neben dem persönlichen Feldfilter, diesen CO-Filter in seinem Gasmaskensack. Diese beiden Filter sind mit einem Zwischenstück verbunden. Der Wehrmann atmet die Luft zuerst über den Feldfilter und anschliessend den CO-Filter ein. Diese Kombination nennt man den „Persönlichen Werkschutz“. Dieser ist bei Verschiebungen im Werk, zwischen der Unterkunft (geschützte Zone) und den Kampfständen zu tragen. In den Kampfständen schliesst sich der Wehrmann dann am „Kollektiv-Maskenschutz“ an.



20 ) Der Arbeitsplatz des Funkers in der Funknische. Die Artilleriefestungen im Raum Vierwaldstättersee waren untereinander, sowie mit ihren Schiesskommandanten, über ein Ringkabel telefonisch verbunden. Neben der telefonischen Verbindung verfügten die einzelnen Werke auch über ein Funknetz. Die Funkgespräche konnten in der Funknische über das Fernbetriebsgerät (links neben dem Funkgerät) auf das werkeigene Telefonnetz umgeleitet werden.


21 ) Festungsmaschinengewehr (Fest Mg) Nr. 1 beim Werkeingang. Während des 2. Weltkrieges war das wassergekühlte Mg 1911 (500 – 600 Schuss /Minute) eingebaut. In den 60er-Jahren wurde das Mg 1911 durch das leistungsstärkere Mg 1951 (1000 Schuss/Minute) ersetzt.


22 )  Hauptfeuerraum Fest Mg Nr. 1 auf die Schartenfront der Festung Fürigen in Richtung Kehrsiten.


23 )  Schiesskarte Fest Mg Nr. 1.



Das Munitionsmagazin.

Das Munitionsmagazin ist die Achillesferse von Artilleriefestungen, in Fürigen wie in vergleichbaren  Anlagen. Hier besteht die grösste Unfallgefahr. Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg ereigneten sich auch mehrere schwere Explosionen in militärischen Festungen und unterirdischen Munitionsdepots (am 28.Mai 1946 in Dailly und am 19./20. Dezember 1947 in Blausee-Mitholz). Zudem machte die Feuchtigkeit der Munition zu schaffen. Bereits im ersten Belegungsjahr stellte der zuständige Divisionskommandant anlässlich einer Inspektion fest, dass ein Drittel der Munitionsreserven angerostet war. Abhilfe verschaffte schliesslich die Installation eines separaten Luftentfeuchters, was jedoch wegen der elektrischen Installationen die Explosionsgefahr wiederum erhöhte. 1960 wurde deshalb zum Schutz der Besatzung unter anderem, unmittelbar nach dem Munitionsmagazin, eine Druckschleuse im Hauptstollen zwischen Munitionsmagazin und Unterkunft eingebaut.

24 ) Blick ins Munitionsmagazin.


25 ) Handgranaten-Auswurfapparat (HG-Auswurfapparat)             

Hat es der Gegner geschafft, sich bis an die Werkeingänge, Scharten usw. vorzuarbeiten, kam dieser HG-Auswurfapparat zum Einsatz. Der Apparat wurde mit einer Defensiv-Handgranate 1917 (DHG-17) geladen und auf den HG-Auswurfkanal aufgesetzt. Der Auswurfapparat schleuderte die HG durch eine starke Feder, deren Druck durch einen Abzugmechanismus ausgelöst wurde, vor die Werkeingänge und Scharten. Die HG detonierte darauf vor den Füssen des Angreifers.

Mit Hilfe des Holzstöpsels wurde der Abzugmechanismus des Auswurfapparates gespannt. Beim Abschuss wurde die Handgranate zugleich auch entsichert und somit scharf gemacht.

Als die Handgranate 1943 (HG-43, Stielhandgranate) eingeführt wurde, wurden die HG-Auswurfkanäle  aus Sicherheitsgründen zu gemauert.


26 ) (von links) 8,1cm Wurfgranate dahinter Wurfmine zum mobilen 8,1cm Minenwerfer (zwei Werfer der Festung Fürigen zugeteilt), anschliessend die in der Armee verwendeten Handgranaten, Offensiv-Handgranate 1940 (OHG-40), Defensiv-Handgranate 1917 (DHG-17), deutsche Stielhandgranate um 1919 (Versuchsmodell, nicht eingeführt), Handgranate 1943 (HG-43), Splittermantel zur HG-43. Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich um inerte, das heisst blinde Munition.


27 ) (von links) 7,5cm Spitzgranate, 7,5cm Stahlgranate (beide patroniert), anschliessend die 7,5cm Stahlgranate in Geschoss und Hülse zerlegt, Splitter einer 7,5cm Explosiv-Übungsgranate, Blechbüchse zum Transport einer 7,5cm Stahlgranate.


28 ) 7,5cm Manipulier-Stahlgranate aus Holz, daneben Schutzhülle zu 7,5cm Stahlgranate, Blechkoffer zum Transport von vier Stahlgranaten, diverse Manipulier-Zünder


29 ) Diverse Zünder, rechts daneben Tempierschlüssel zum Einstellen der Flugzeit einer Granate (Abschuss – Detonation des Geschosses)


30 ) 1. 7,5mm Manipulier Gewehr-Patrone 1911 (Manip GP 11),  2. Lader (Ladehilfe) mit sechs 7,5mm GP 11 für Repetiergewehr 1896/1911 und 1911, Karabiner 1911 und 1931,  3. Maschinengewehr-Gurte mit 7,5mm Manip GP 11,  4. Munitionskarton mit 480 Schuss 7,5mm Manip GP 11 abgefüllt in Lader zu je 6 Patronen.




31 ) Schweres Maschinengewehr 1911, wassergekühlt (Mg 11) mit Lafette am Wandbrett im Mg-Kampfstand Nr. 1 beim Werkeingang.


32 ) 7,5mm Fliegerabwehr-Doppel-Maschinengewehr 1938 (7,5 mm Flab-Doppel-Mg 38) auf Sockellafette für Sturmboote im Munitionsmagazin. Dieses Maschinengewehr gehörte zur Bewaffnung des ersten Militär-Patrouillenbootes (Prototyp) mit dem Namen „Uri“. Einsatzort: Vierwaldstättersee, Wartung durch die Festungswachtkp 15 in Stans.


33 ) Infrarot-Scheinwerfer BZ 1500 im Munitionsmagazin.


34 ) Gasschleuse wird bei einem Gas-Alarm durch den Schleusenwart bedient. Die Gasschleuse trennt die Unterkunft (geschützte Zone) in welcher sich der Wehrmann auch bei einem Gas-Alarm ohne Schutzmaske aufhalten konnte, vom Stollensystem mit den Kampfständen.



35 ) Hauptstollen der Festung.


36 ) Kohlenmagazin, hier wird die Kohle für den Holz-/Kohlenherd in der Küche gelagert.


37 ) Materialmagazin.


38 ) Handfeuerwaffen während der Einsatzzeit der Festung Fürigen von 1942 - 1987.  Raketenpistole 1917/38 (oben), vlnr Repetiergewehr 1889, Infanteriegewehr 1896/1911, Infanteriegewehr 1911, Karabiner 1911, Karabiner 1931, Zielfernrohrkarabiner 1931/43, Zielfernrohrkarabiner 1955, Maschinenpistole „Suomi“ 1943, Leichtes Maschinengewehr 1925, Sturmgewehr 1957.


39 ) Brunnen (kein Trinkwasser) im Vorraum zur Unterkunft, dient zur Fassung des Bergdruck-Wassers.


40 ) Atomfilterkammer. Ende der 50er-Jahre wurde gegen allfällige Atomwaffeneinsätze mit Sprengpunkt „tief“ ein Grobstaubfilter in einer betonierten „Atomfilterkammer“ eingebaut. Dieser Filter mit ölgetränkten Gewehrhülsenabschnitten (Filterelemente auf der Betonkammer) hatten den radiaktiven Staub nach der Frischluftansaugstelle zurückzuhalten.


41 ) Steigschacht zum 30m über dem Werk liegenden Fest Mg Nr. 3 und zum Weisslichtscheinwerfer (wurde in den 60er-Jahren durch einen Infrarotscheinwerfer BZ 1500 ersetzt).


42 ) Der  Maschinenraum. Im Hintergrund zu erkennen die Betriebsstoff Tanks.


43 ) Werkschutzmagazin mit dem Material einer „Untertag-Feuerwehr“. Der Löschwagen im Vordergrund stammt aus der jüngeren Zeit (ca. 1985).


Die Küche, WC-Anlagen / Dusche, Sanitätstrakt und die Wasserzufuhr

 

Die Küche verfügt über einen Holz- und Kohleherd, sowie über eine kleinere elektrische Kochgelegenheit. Für Lebensmittel besteht ein eigenes Vorratsmagazin. Als Kriegsreserve verfügte die Festung Fürigen über Lebensmittel für 30 Tage. Für den täglichen Bedarf wurden die Lebensmittel von Aussen laufend zugeliefert. Die Wasserzufuhr wird durch eine Seewasserpumpe gewährleistet. Die Ansaugvorrichtung am Seegrund in 39 Metern Tiefe und der Pumpenraum beim Eingang, wurden durch eine Wasserleitung mit dem Wasserreservoir in der Unterkunft verbunden. Das Seewasser musste vor dem Gebrauch chloriert und abgekocht werden.

44 ) Hinter der Unterkunft im Küchenbereich befinden sich zwei Wasserreservoire. Fassungsvermögen total 50'000 Liter.


45 ) Die Küche. Hier wurde bis zur Deklassierung der Festung mit Holz und Kohle gekocht. Links des Kochherdes die elektrisch angetriebene Kartoffelschälmaschine.


46 ) Ein weiterer Blick in die gut ausgerüstete Küche. Kochgeschirr, Kaffeetassen und Teller mit Schweizerkreuz und Festungsturm.


47 ) Der Mannschafts- Essraum.


48 ) ) Essraum der Offiziere. Im Alarmfall wurde dieser Raum als Kommandoraum benutzt. Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaft wurden dann in Ablösungen im Essraum-Mannschaft verpflegt.


49 ) Der Untersuchungs- und Operationsraum.

 


50 ) Das Krankenzimmer.


51 ) Wärterraum dient als Teeküche, Bad und Sterilisationsraum (vorne rechts „Autoklav“ zum sterilisieren der Operations-Instrumente.


52 ) Kampfstoff -Nachweisapparat. Mit diesem Apparat konnte festgestellt werden, ob die angesaugte Frischluft mit Kampf- bzw. CO-Gasen angereichert ist.

Die Schlafräume

 

Die Unterkunftsräume waren unterteilt in eine Mannschaftsunterkunft für Soldaten mit insgesamt 52 Liegestellen, eine Unteroffiziersunterkunft mit Kajütenbetten (8 Liegestellen), ein Schlafraum für die höhern Unteroffiziere (3 Liegestellen) und eine Offiziersunterkunft mit dem Büro/Unterkunft für den Kommandant und dem Schlafraum für zwei Offiziere. Die Anzahl der Soldatenbetten war so berechnet, dass sie von mehr als einer Person belegt wurden. Die Mannschaft arbeitete im Rotationsprinzip (je ein Drittel auf Arbeit, auf Pikett und in Ruhe). Die rund 80 Soldaten  teilten sich so die 52 Liegestellen. Auch die Unterkunft für die Unteroffiziere war eng bemessen. Der für den Bezug während des Krieges verantwortliche Stabschef der 4. Division, Oberstleutnant Zschokke, setzte sich 1942 beim Armeebaubüro für die Sache der Unteroffiziere ein, allerdings ohne die noch knappere Ausstattung im Mannschaftsschlafraum zu erwähnen: „Die Lager der Unteroffiziere im Werk Fürigen sind schmal, so dass namentlich  für die im oberen Stockwerk Schlafenden Gefahr des Herausfallens besteht“. Die unnachahmlich bürokratische Antwort des Baubüros fiel enttäuschend aus: „Das Herausfallen der Unteroffiziere aus den üblich bemessenen oberen Pritschen ist als eine subjektive Angelegenheit zu betrachten“.


53 ) Korridor im Obergeschoss der Unterkunft, Richtung Mannschaftsschlafraum. Links die Treppe zum Untergeschoss.

54 ) Der Schlafraum der Unteroffiziere. für zwei Subalternoffiziere (Oblt, Lt)


55 ) Der Festungskommandant in seiner Unterkunft (Büro/Schlafraum).


56 ) Mannschaftsschlafraum mit 52 Liegestellen.


57 )  Die Waschgelegenheit befindet sich im Schlafraum-Mannschaft.


58 ) Verbindung zu den Lieben daheim. Der Feldpost-Schrank.


59 ) Die WC- Anlage.


60 )  Kombinierte WC/Dusch-Anlage. Wehe dem der die falsche Kette zieht!!!


Feuerleitstelle / Telefonzentrale


61 ) Geräte für die Feuerleitung in Holzkiste.


62 ) Feuerleitstelle. Hier wurden die von den Schiesskommandanten eingegangenen Daten verarbeitet.


63 ) Schematische Darstellung der Artillerie Feuerleitung.


64 ) Telefonzentrale der Festung.


Hinweis zum Buch " Die Wehranstrengungen im Raum Nidwalden 1935 - 1995 "

Die Offiziersgesellschaft Nidwalden hat zu ihrem 150- jährigem Bestehen ein Buch herausgebracht, das sich wirklich sehen lassen darf. Und vor allem ist das Thema Festungen, aber auch der Flugplatz Buochs in Text, Karten, Plänen und Bildern sehr gut und kompetent dargestellt.

Neben den Infanteriewerken sind die folgenden Artilleriewerke detailliert behandelt:
- Mühlefluh ( A 2206 )
- Obere Nas ( A 2215 )
- Untere Nas ( A 2226 )
- Ursprung ( A 2242 )
- Wissiflue ( A 2250 )
- Fürigen ( A 2255 )
- Kilchlidossen ( A 2261 )
- Kleiner Durren ( A 2287 )
- Mueterschwanderberg mit Blattiberg, Drachenflue und Zingel ( A 2288 )

224 Seiten
Preis Fr. 55.00 + Versandkosten Fr. 8.00
ISBN 3-909191-36-3

Bestelladresse:

Aktiv Verlag
Oberstmühle 3
6370 Stans
Fax 041 619 15 60
E-Mail:
verlag@engelbergerdruck.ch



Zusätzliche Bilder

65 ) Schnittmodel 8,1cm Minenwerfer-Wurfgranate, vorne rechts Offensiv-Handgranate 1940.


66 ) Das Geschützrohr der 7,5cm Befestigungskanone schaut durch eine Aussparung im Schartentopf ins Freie. Durch diese minimale Schartenöffnung ist natürlich der Radius des Geschützrohres eingeschränkt, bietet der Geschütz-Besatzung jedoch den grösstmöglichen Schutz.

Die Öffnung links des Geschützrohres dient dem Ausblick durch das Zielfernrohr, welches mit dem Geschütz starr verbunden ist.


67 ) 7,5cm Festungsmaschinengewehr 1951 (Fest Mg 51) .


68 ) Wirkungskarte 7,5mm Fest Mg , Infanteriewerk A 2293 Ennetmoos-Ost,  Karte 1:5000.


69 ) Wirkungskarte 7,5mm Fest Mg , Infanteriewerk A 2293 Ennetmoos-Ost,  Karte 1:5000.


70 ) Wirkungskarte 7.5mm Fest Mg, Infanteriewerk  NW 103 Loppernase, Mg. Karte 1:5000.


Zum Schluss möchte ich mich ganz herzlich bei Herr Karl Weilenmann, Verantwortlicher für die Festung Fürigen beim Nidwaldner Museum  bedanken, dass er sich soviel Zeit für mich genommen hat, alle Fragen geduldig beantwortet hat und mir alle Vitrinen geöffnet hat damit ich bessere Fotos machen konnte.



Quellen:

- Die Festung Fürigen, Schweizerische Kunstführer GSK, Bern.

- Die Wehranstrengungen im Raum Nidwalden 1935 – 1995, Aktiv-Verlag, Stans


 
   
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